Zwischenbericht
|
„Multimediale
Selbstlernmodule für Gärtner und Floristen" |
Projektschwerpunkte:
Ausgehend von der Projektidee sollen durch den
Einsatz von multimedialen Lerneinheiten für die Berufe Gärtner und Florist
neue Unterrichtskonzepte erprobt werden. Durch den Einsatz von Selbstlernmodulen
wollen wir untersuchen, wie sich die neuen Medien in Selbstlernphasen des
Fachunterrichtes einsetzen und nutzen lassen.
Folgende Projektaktivitäten und Schwerpunkte standen im ersten Teilabschnitt der jetzigen Projektphase im Vordergrund:
Informationsrecherchen im Fachunterricht mit der InfoFARM
Für aktuelle Recherchen im Fachunterricht war
es wichtig, einerseits eine fachliche Informationsplattform zu nutzen und
andererseits auch eine zeitsparende und dennoch zielorientierte Recherche
durchzuführen.
Mit der InfoFARM konnten wir uns neben der Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor
allen Dingen auf die pädagogische Verwertbarkeit durch die Auszubildenden und
Lehrer stützen.
Die Integration im Unterricht erfolgte auf
sehr unterschiedliche Art und Weise. Während die Auszubildenden des 1.
Lehrjahres vordergründig die InfoFARM zum Kennenlernen der angebotenen Möglichkeiten
nutzten, waren die 2. und 3. Lehrjahre zielgerichtet mit der fachlichen
Informationsrecherche beschäftigt.
Dabei wurde neben den Projektseiten (www.projekt.infofarm.de)
auch die neue Informationsplattform mit CMS (www.infofarm.de/neu_test/index.php)
"durchforstet".
Wichtigste Erkenntnis für Auszubildende und Fachlehrer war die Feststellung, dass eine "Grüne Bildungs- und Informationsplattform" nur dann Sinn macht, wenn ausreichend Inhalte bereitstehen, die auch zuverlässig und aktuell sind.
Von den Möglichkeiten, selbst Inhalte in das Portal einzustellen und dabei eigenständig und eigenverantwortlich zum Aufbau der InfoFARM beizutragen, waren viele Auszubildende begeistert.
Fazit:
Mit dieser Informations- und Bildungsplattform lassen sich viele methodisch-didaktische
Modelle unter Einbeziehung diverser Medien im Unterricht verwirklichen.
Erprobung von Selbstlernmodulen und deren Evaluation
Neue Unterrichtsformen durch multimediale
Selbstlernmodule setzen sowohl an Auszubildende als auch
an die Lehrkräfte erhöhte Ansprüche.
Das Planen, Mitgestalten und Auswerten von Lerneinheiten wurde dabei häufig in
Teamarbeit (3-4 Auszubildende bilden ein Team) durchgeführt.
Im Unterricht der Floristen kamen z.B. Blütenkalender des BSZ Wurzen zum Einsatz, die durch das jeweilige Team selbständig zu erarbeiten waren und dann jeweils den anderen Teams präsentiert wurden. Dabei wurden entsprechende positive Ansätze hervorgehoben sowie Mängel oder Ergänzungen herauskristallisiert und evaluiert.
Den größetn Teil des Projektes nahm die Erstellung von themenbezogenen Lernmodulen ein. Diese Lernmodule fanden im Unterricht sehr guten Anklang. Einerseits lässt sich mit diesen Modulen eine andere Lernform organisieren und andererseits bieten die multimedialen Lerneinheiten gleichzeitig eine effektive Auswertung und Fehleranalyse. Zur Prüfungsvorbereitung wurden diese Selbstlernmodule auf CD gebrannt und allen Abschlusschülern zur Verfügung gestellt.
Im Bereich Gartenbau wurde in der Fachsparten
Zierpflanzenbau ebenso umfangrreiche Multiple Chioce Tests zum Erlernen der
botanischen Namen erstellt und in CD Form an die Schüler verteilt.
Des weiteren wurde in Zusammenarbeit mit den
Ausbildungsbetrieben ein großes Projekt gestartet. Unter dem Titel Projekt
"Balkonkästen - ein Muss für
jedes Haus" wurden von den 70
Auszubildenden im Bereich Zierpflanzenbau jeweils zwei verschiedene Balkonkästen
bepflanzt und für jeden Balkonkasten eine Pflanz - Skizze angefertigt. Die
bepflanzten Kästen wurden im Rahmen einer großen Ausstellung drei Wochen lang
im Foyer des Landratsamtes Regensburg präsentiert.
Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation der Projektergebnisse
Auf zahlreichen schulischen, regionalen und überregionalen Veranstaltungen konnten wir unser Projekt und die Projektergebnisse präsentieren.
Sowohl Elternversammlungen zu Beginn des
Schuljahres als auch Lehrerkonferenzen wurden genutzt, um das Projekt einem
breiten Publikum und dem Lehrerkollegium vorzustellen.
Höhepunkte der öffentlichen Präsentationen waren neben der agritechnica
2001 in Hannover (Europas größte Landtechnikmesse), die Internationale
Grüne Woche 2002 in Berlin und die AgrarComputertage
2002 in Göttingen. Hier konnten wir als Aussteller! mittels eigenen Informationsständen
bzw. auf Workshops
zeigen, was sich seit einigen Jahren auf und mit der InfoFARM entwickelt hat.
Zudem hatte jeder Projektteilnehmer die Möglichkeit, mit Fachkollegen in Gespräch
zu kommen und auch den eigenen Projektbeitrag vorzustellen.
Mit Hilfe der lokalen Presse (Mittelbayerische Zeitung) war es uns möglich, Aufmerksamkeit auch in den Ausbildungsbetrieben und der Öffentlichkeit zu erzielen. Besondere Aufmerksamkeit konnten wir durch die Präsentation der Multiple Choice Module und des Balkonkasten – Projekts in der Presse erreichen.
Sehr wichtig für den Erfahrungsaustausch
waren für uns die Verbundtreffen des InfoFARM Teams sowie die InfoSCHUL
Treffen.
Die Verbundtreffen in Regensburg, Berlin und Göttingen haben den Anwesenden
gezeigt, wie sich eine gute Teamatmosphäre sehr positiv auf die gesamte
Projektarbeit auswirken kann.
Hier gelang es, nicht nur die neuen Verbundpartner im Geist von InfoSCHUL zu
integrieren, sondern sich in konstruktiven Diskussionen auch einer
partnerschaftlichen und verantwortungsbewussten Teamarbeit bewusst zu werden.
An den InfoSCHUL Erfahrungsaustauschtreffen in Rieden und Zandt nahmen mehrere
neue Kollegen und Kolleginnen sowie Auszubildende teil, um sich einen Eindruck
und Einblick in das "Gesamtwerk" InfoSCHUL zu verschaffen.
Einhellige Meinung der Beteiligten: InfoSCHUL ist eine sinnvolle und sich
lohnende Maßnahme, um sich mit neuen Medien im Unterricht zu befassen.
Im Rahmen einer Fachexkursion nutzten wir die Möglichkeit zum Besuch der Bundesgartenschau in Potsdam mit Floristinnen aller Lehrjahre. Dabei stand die Datenerfassung (Bild- und Textbeschreibung) verschiedener Pflanzen für die Projektarbeit im Vordergrund.
Ein Workshop "Digitale
Bildbearbeitung" in Regensburg (veranstaltet durch einen Repräsentanten
der Fa. Olympus) wurde durch 5 Kollegen genutzt, um sich Kenntnisse und
Fertigkeiten im Umgang mit Digitalfotografien und deren Bearbeitung anzueignen.
Im Rahmen der Initiative „INTEL Lehren für
die Zukunft“ stellte Herr Obermeier die InfoFARM und die INFOschul Methode
allen Masterteachern des Regierungsbezirks Oberpfalz vor und sorgte so für
einen breiten Bekanntheitsgrad beider Einrichtungen, auch in anderen
Berufsfeldern
Hard- und Softwareergänzungen
Für die Projektarbeit und die Präsentation der Projektergebnisse wurden eine weiterer Laptop und ein weiterer Bamer teilfinanziert.
An Software wurde das Office 2000 "INTEL Lehren für die Zukunft " Paket getestet.
Zur besseren Wartung der PC´s war die die Anschaffung von Norton Ghost und Partition Magic notwendig.
Die CD-ROM Reihe "Bildbearbeitung mit Photoshop" des Bayrischen Rundfunks ermöglichte uns eine individuelle und differenzierte Einarbeitung in Photoshop.
Schlussgedanken
Die bereits seit InfoSCHUL 3 praktizierte
themenbezogene Arbeitsteilung der einzelnen Projektteilnehmer, bezogen auf das
Gesamtkonzept der InfoFARM, hat sich auch bei InfoSCHUL-II/2 bewährt.
Dennoch dürfen sich, aus unserer Sicht, die Projektaktivitäten hinsichtlich
der konzeptionellen und inhaltlichen Gestaltung der "neuen" InfoFARM"
nicht auf einige wenige Projektteilnehmer beschränken.
Hier sind sicherlich bei jedem Projektpartner Möglichkeiten zu suchen, um das
neue Konzept der InfoFARM besser zu nutzen und zu evaluieren; trotz der
bekannten kaum vorhandenen zeitlichen Reserven.
Wichtig ist der Einsatz im agrarwirtschaftlichen Unterricht, um dem Namen der
Plattform auch gerecht zu werden - Informieren und Bilden.
Herauszuheben ist hier wieder einmal das gute
Management und die Koordination der Projektarbeit im Gesamtverbund durch Herrn
Walter Janka als Gesamtprojektleiter.
Gerade während des Aufbaues des ContentManagementSystemes (CMS) für die
InfoFARM waren seine Erfahrungen, Ideen und Anregungen für uns als
Projektpartner eine wertvolle Hilfe.
In diesem Zusammenhang seien ebenfalls u. a. Herr Drangmeister (Fachschule
Herford) und Herr Pannecke (BbS Magdeburgerforth) genannt, die sehr wesentlich
beim Aufbau der Grundstrukturen des CMS mithalfen.
Um der InfoFARM eine noch höhere fachliche
und pädagogische Akzeptanz zu verschaffen ist eine Zusammenarbeit mit der ZADI
und dem AID geplant.
Dies sollte Ansporn für alle Projektpartner sein, um die InfoFARM mit
qualitativ hochwertigem Informations- und Bildungsmaterial zu "füttern"
Ansprechpartner
Alois Obermeier , Systemverwalter BBZ Regensburg
e-Mail: aobermeier@t-online.de