Nährelement Stickstoff (N)
Mangelsymptome Pflanze kümmert
Blätter blassgrün
ältere Blätter chlorotisch, fallen ab; jüngere Blätter bleiben grün
Notblüte
Überschusssymptome Blätter schwarzgrün
Pflanze weich, mastig
Nitratanhäufung in den Blättern
Blüte verzögert
Pflanze frost- und krankheitsanfällig
Gehalt in der Pflanze  2-6 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) N wird in Photosyntheseprodukte eingebaut
Eiweiß entsteht
Förderung vegetativen Wachstums, Blätter dunkelgrün
hoher Massenertrag
Wirkung im Boden Förderung des Bodenlebens
Aufnahme in die Pflanze rasch als NH4+  und  NO3-

 

 

 

 

Nährelement Phosphor (P)
Mangelsymptome Pflanzen kümmern
Blätter steif (Starretracht)
Oberseite dunkelgrün, Unterseite oft rötlich (z.B. Kohl)
auch Wurzeln rötlich gefärbt
Überschusssymptome selten, Festlegung von Eisen als FePO4 an der Wurzel möglich
Gehalt in der Pflanze  0,1-0,5 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) P ist Energieüberträger beim Aufbau von Zucker, Stärke Zellulose und Eiweiß
Vermehrungsorgane (Blüte, Samen) sind phosphorreich
Wirkung im Boden Förderung der Krümelbildung, Bodenstabilisator, Brücken zwischen Humusteilchen
Aufnahme in die Pflanze langsam als HPO42--Anion und H2PO4--Anion 

 

 

 

 

Nährelement Kalium (K)
Mangelsymptome Pflanzen haben leicht Wassermangel (Welketracht)
Kümmerwuchs
Chlorose und Nekrose älterer Blätter
Überschusssymptome K+-Ionen erhöhen den osmotischen Druck der Bodenlösung, dadurch Wurzelverbrennung
Ca- und Mg-Mangel möglich
Gehalt in der Pflanze  1-6 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) K+-Ionen erhöhen den osmotischen Druck des Zellsaftes, Quellung, K+-Ionen werden nicht eingebaut
Erhöhung der Frostresistenz aufgrund der Gefrierpunktherabsetzung im Zellsaft
bessere H
2O-Ausnutzung
Wirkung im Boden K+-Ionen wirken bei hoher Konzentration krümelzerstörend, weil sie Ca-Ionen verdrängen
Aufnahme in die Pflanze  sehr rasch als K+-Ionen

 

 

 

 

Nährelement Calcium (Ca)
Mangelsymptome schwache Bewurzelung
Absterben der Triebspitzen
Chlorose junger Blätter
Früchte mit chlorotischen Flecken (z.B. Stippigkeit des Apfels)
Überschusssymptome Antagonismus zu Mg2+, K+ und zu den Spurenelementen Fe, Mn, Cu, Zn an der Wurzel
Gehalt in der Pflanze  0,5-5 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Ca ist ein Baustoff der Zellwand
 zusammen mit K+-Ionen regeln Ca2+-Ionen den Quellungszustand z.B. der Schließzellen
Wirkung im Boden Ca verdrängt Hydronium (H3O+)-Ionen von den Austauschern im Boden und stabilisiert die Krümelstruktur
Förderung des Bodenlebens
pH-Regulierung
Aufnahme in die Pflanze  langsam als Ca2+-Kation

 

 

 

 

Nährelement Magnesium (Mg)
Mangelsymptome ältere Blätter werden auf den Blattspreiten chlorotisch und nekrotisch
Blattadern bleiben grün
Gräser zeigen gelbgrüne Streifen
Überschusssymptome keine Schadbilder bekannt
Gehalt in der Pflanze  0,2-1 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Mg ist Teil des Chlorophylls
Mg transportiert Phosphat im Xylem
Wirkung im Boden wie Calcium
Förderung der Krümelstabilität durch Verdrängung von Hydronium-Ionen von Austauscherplätzen
Aufnahme in die Pflanze langsam als Mg2+-Kation

 

 

 

 

Nährelement Schwefel (S)
Mangelsymptome (selten) schwache Chlorose junger Blätter
Blätter klein, stumpfes Grün, Adern hell
Ursache: gestörte Eiweißbildung
Überschusssymptome keine Schadbilder bekannt
Schaden nur durch Gase Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff
Gehalt in der Pflanze  0,1-0,5 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Schwefel ist Bestandteil von Eiweiß, Enzymen und Geschmacksstoffen z.B. in Lauch
Wirkung im Boden fördert das Bodenleben
Aufnahme in die Pflanze langsam als SO42--Anion

 

 

 

 

Nährelement Eisen (Fe)
Mangelsymptome Schwacher Mangel: Chlorose jüngerer Blätter, Blattadern bleiben grün
Starker Mangel: weiße Blätter, Blattnekrosen
Überschusssymptome auf sauren Böden möglich, bewirkt Mn-Mangel
Gehalt in der Pflanze  0,5-1 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen, vor allem bei der Chlorophyllbildung
Wirkung im Boden Förderung der Krümelstruktur durch Verkleben von Kolloiden
Fe verleiht Böden rote und rotbraune Farben
Aufnahme in die Pflanze sehr rasch als Fe2+-Ion

 

 

 

 

Nährelement Mangan (Mn)
Mangelsymptome Blattspreite mit chlorotischen Punkten, später punktförmige Nekrosen (z.B. Tomate)
schwaches Wachstum
Überschusssymptome Schwacher Überschuss über längere Zeit: bewirkt Fe-Mangel
Starker Überschuss: Pflanzenteile (Blattadern, Sprosse) werden schwarzbraun, Blattspreite chlorotisch
Gehalt in der Pflanze  0,02-0,2 % in der Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen (Streckungswachstum)
Teil von Enzymen der Photosynthese und Eiweißbildung
Wirkung im Boden ähnlich wie Fe
krümelstabilisierend
als Energielieferant für Bakterien
Aufnahme in die Pflanze sehr rasch als Mn2+-Ion

 

 

 

 

Nährelement Bor (B)
Mangelsymptome Kümmerwuchs, Absterben des Vegetationspunktes, kein Dickenwachstum, Epidermis platzt auf und verkorkt (Apfel, Kohl, Sellerie u.a.)
Herz- und Trockenfäule der Betarübe
Überschusssymptome chlorotische, später nekrotische Blattränder (z.B. Monstera)
nekrotische Flecken auf Blättern (z.B. Bohne)
Gehalt in der Pflanze  10-100 mg/kg Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen (Wuchsstoffe)
Transport von Zucker
Wirkung im Boden Komplexbildner für Ca und Na
Aufnahme in die Pflanze  rasch als BO3--Anion

 

 

 

 

Nährelement Zink (Zn)
Mangelsymptome Blattrosettenbildung bei Obstbäumen
Internodien kurz (fehlender Wuchsstoff)
Chlorose junger Blätter
Überschusssymptome selten
durch Tropfstellen im Gewächshaus Verbrennungen von Wurzeln und Blättern
Gehalt in der Pflanze  20-100 mg/kg Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen zur pH-Wert-Regulierung in der Zelle
Wuchsstoff Auxin wird reguliert
Wirkung im Boden Zink bildet mit organischen Substanzen Komplexe
Aufnahme in die Pflanze sehr rasch als Zn2+-Ion

 

 

 

 

Nährelement Kupfer (Cu)
Mangelsymptome Blattrollung (z.B. Tomate, Tabak)
weiße und gelbe Spitzen bei Gräsern und Koniferennadeln
weiße Blätter bei Kirsche
Überschusssymptome keine Erscheinungen bekannt
Gehalt in der Pflanze  3-20 mg/kg Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen der Atmung
Teil von Enzymen zur Stickstoffumwandlung in der Zelle
Wirkung im Boden Cu wird in Humus festgelegt
in hoher Konzentration werden Bakterien und Blaualgen abgetötet
Aufnahme in die Pflanze sehr rasch als Cu2+-Ion

 

 

 

 

Nährelement Molybdän (Mo)
Mangelsymptome Schwacher Mangel über lange Zeit: extreme Blattverwachsungen (z.B. Blumenkohl, Poinsettie)
Starker Mangel nach anfänglich guter Versorgung: Chlorose ausgewachsener Blätter (Poinsettie)
Überschusssymptome nicht bekannt
Gehalt in der Pflanze  0,2-10 mg/kg Trockensubstanz
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Teil von Enzymen zur Umwandlung von  NH4 zu  NO3-  in der Zelle
Teil von Enzymen zur N
2-Bindung von Knöllchenbakterien
Wirkung im Boden wirkt wie Phosphat als Krümelstabilisator, jedoch wegen geringer Mengen kaum bedeutsam
Aufnahme in die Pflanze rasch als Molybdat-Anion

 

 

 

 

Nährelement Chlor (Cl)
Mangelsymptome Symptome nicht bekannt
Überschusssymptome bei hoher Konzentration in Bodenlösung entstehen Salzschäden an Pflanzen (z.B. Chlorose, Blattwelke)
Gehalt in der Pflanze  0,1-0,5 % der Trockensubstanz 
Wirkung auf die Pflanze (Aufgaben) Cl-Anionen wirken quellend und erhöhen den Turgordruck (wie Na und K)
chloridliebende Pflanzen sind z.B. Rote Bete, Spinat, Sellerie, Kohl
Wirkung im Boden hohe Cl-Gehalte sind meist mit hohen Na-Gehalten verbunden (Salzböden, Versalzung)
Aufnahme in die Pflanze sehr rasch als Cl--Anion