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Ein bedeutender Vertreter des sogenannten Edaphons (Bodenleben) stellt der Regenwurm dar, der zur Megafauna (Tiere > 20 mm groß) gehört.
Bei uns gibt es etwa 30 Regenwurmarten. Sie leben entweder in der aufliegenden Streuschicht, im oberen Mineralboden oder als Tiefengräber bis weit unterhalb der Frostgrenze.
Auf einem ungestörten, gesunden Boden sind etwa 100 Regenwürmer auf einem Quadratmeter Boden zu finden.
Neben weißen Ringelwürmern und Mistwürmern ist der Tauwurm (Lumbricus terrestris) wohl die bekannteste Regenwurmart.
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Dieser Wurm legt Wohnröhren im Boden an, die je nach Bodengründigkeit bis in eine Tiefe von zwei Metern reichen kann. Zur Stabilisierung werden die Röhren mit Schleim und Kot tapeziert. Durch die Arbeit des Tauwurms
wird der Boden durchlüftet und Wurzeln ein tieferes Eindringen in den Boden erleichtert und damit eine bessere Nährstoffaufnahme ermöglicht. |
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Wurmkrümel von rießigen Regenwürmern der Vogesen
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| Eine weitere nützliche Tätigkeit des Regenwurms ist die unermüdliche Anreicherung des Bodens mit humusreichen Kot. Pflanzenreste werden als Nahrung tief in die Wohnröhren gezogen und bei ihrer
Verdauung wird nährstoffreicher Boden produziert, der dann oft als Häufchen an der Oberfläche zu sehen ist. Nebenbei durchmischt und lockert der Regenwurm den Boden. Ein hoher Wurmbestand ist ein Qualitätsmerkmal
für einen biologisch gesunden Boden. |
| Der Gigant der Bodenwelt ist der Maulwurf (Talpa europeae). Mit seinen hervorragend an das Leben im Boden angepassten Grabschaufeln an den Vorderbeinen gräbt er äußerst aktiv lange und
tiefe Gänge in den Boden. Die aufgewühlte Erde befördert er zum nächsten Ausgang an die Oberfläche und hinterlässt dabei die Maulwurfs- hügel. Als Nahrung verspeist er Insekten, die in seine
Wohngänge fallen. Vor allem ernährt er sich von Regenwürmern (80-100%), aber auch von Insektenlarven, Tausendfüßern, Käfern und Schnecken. Der Räuber wirkt dadurch regulierend auf die Lebensgemeinschaft im Boden
ein. |
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Außerdem wird der Boden durch sein Graben stark durchmischt, Humussubstanzen gelangen so in tiefe Schichten. Wenn ein gesunder Boden viele Bodenorganismen beherbergt, so sind auch viele Maulwürfe zugegen. |
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