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InfoSCHUL -
Projekt 1999/2000
Ein Kooperationsprojekt zwischen der
BS Neumarkt (Bayern), der
BbS Saalkreis (Sachsen-Anhalt) und dem
BSZ Wurzen (Sachsen).
Projektantrag:
| Projektidee: |
Landwirtschaftliche
Grund- und Fachinformationen elektronisch zusammengestellt, strukturiert und multimedial
aufbereitet. |
1.Teil:
Dieser Abschnitt gilt für alle Kooperationspartner
des Projektes und wurde in Absprache mit der Berufsschule Neumarkt direkt übernommen.
Ausgehend aus den erzielten Ergebnissen der ersten und zweiten InfoSCHUL-Phase soll
erprobt und dargestellt werden, wie die Integration und Anwendung der gewonnenen
Erfahrungen und Kenntnisse in den agrarwirtschaftlichen Unterricht mit
den bestehenden Unterrichtsmedien möglich ist. Außerdem sollen Unterrichtsmaterialien
entwickelt werden, die die Nutzung elektronischer und multimedialer Informationsquellen in
den Unterricht als Ergänzung zu den bestehenden Lehrmedien an konkreten Beispielen
aufzeigen. Auf diese Weise soll bewirkt werden, dass auch Kollegen, die aufgrund bisher
fehlender fachlich und didaktisch aufbereiteter Informationsangebote die neuen Medien
konkret in ihrem
Unterricht einsetzen. Für die Verbreitung soll daher neben dem Internet (eigene Homepage;
Veröffentlichung in wichtigen Linklisten und diversen Schulservern, SAN, Lehrer-Online
etc.) auch andere Medien wie z.B. CD-ROM, Informationsbroschüren oder Fachbuchbeiträge
im Rahmen der Ausbildung Agrarwirtschaft genutzt werden.
Arbeitsteilige Kooperationen und Dokumentation:
Neben der Staatlichen Berufsschule Neumarkt nehmen an dem Projekt das
Berufsbildungszentrum in Wurzen (Sachsen) sowie die Berufsbildende Schule Saalkreis /Halle
Außenstelle Merbitz (Sachsen Anhalt) teil.
Während des Projektes erfolgt bei gemeinsamen Treffen eine regelmäßige Abstimmung der
Ergebnisse mit Kurskorrektur der Einzelarbeiten. Am Ende wird anhand dieser
Zielerreichungsstrategie in einer Gesamtdarstellung Unterrichtsmaterialien entstehen, die
jederzeit von anderen Schulen übernommen und unmittelbar genutzt werden können. In einem
Arbeitsplan -analoge Vorgehensweise wie in InfoSCHUL 1 URL: http://www.infofarm.de/projekt/modelp03.htm
und InfoSCHUL 2 URL: http://www.infofarm.de/projekt/arbeitsplan98.htm
skizziert - werden die Aufgaben der Partner sowie die zeitlich Koordination
detailliert dargestellt. Die Nutzungsmöglichkeiten elektronischer und multimedialer
Informationsquellen
aus dem Bereich der Datenbank-Hosts werden vom Projektleiter Neumarkt (wie bereits im
Abschlussbericht von InfoSCHUL 1 unter "Kommerzielle Datenbankhost" URL:
http://www.infofarm.de/projekt/bericht-2.htm
#kommerzielle Datenbankhosts# beschrieben) auf die anderen Partner übertragen bzw.
durch eigene Schulungen geschaffen. Die kritische Bewertung der Ergebnisse für die
Schulpraxis, der Projektverlauf und die Ergebnisse sowie die Verwendung der
Fördermittel werden wie bereits in InfoSCHUL 1 (Abschlussbericht 1997/98 - URL:
http://www.infofarm.de/projekt/bericht-1.htm)
und InfoSCHUL 2 (Zwischenbericht 1998/99 -URL: http://www.infofarm.de/projekt/bericht-zw99.htm)
in den Arbeitsberichten dokumentiert und auf den Webseiten der Partner
veröffentlicht. In einem Abschlussbericht werden schließlich die Ergebnisse
zusammengefasst, die
Nutzungsmöglichkeiten kritisch beleuchtet und das ganze entsprechend den bisherigen
Berichten im Internet veröffentlich. Daneben werden an den einzelnen Standorten
schulinterne Fortbildungen angeboten, bei denen jeweils auch die Ergebnisse der
Partnerschulen erprobt und beurteilt werden sollen. Die Auswertung und Beurteilung
erfolgt an den persönlichen gemeinsamen Austauschtreffen an wechselnden Orten.
Bei der Darstellung von Zwischenergebnissen und der Umsetzung in den Unterricht kann auf
die bisherigen Aktionen und die Kontakte des Projektes "InfoFARM"
zurückgegriffen werden ; z.B. die Veröffentlichung in Verbandszeitschriften (VLB
Verband bayerischer Berufsschullehrer) oder Fachzeitschiften (Bayer. Landw. Wochenblatt);
Präsentation auf Workshops oder Messen (GMD Darmstadt; Int. Grünen Woche Berlin;
Agrarcomputertage in Marktoberdorf) etc. Hauptaufgabe der Berufsschule Neumarkt wird
aufgrund der Teilnahme an InfoSCHUL 1 und InfoSCHUL 2 zunächst die Übertragung der
bisherigen Ergebnisse an die beiden Schulpartner sein und darüberhinaus die Koordination
des neuen Dreier-Teams. Die Ausarbeitung und Erprobung von Unterrichtskonzepten wird sich
vornehmlich im pflanzlichen bzw.
ökologischen Umfeld erstrecken. Durch die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro für
Schweineställe sowie dem AGF (Aktionsgemeinschaft Deutsches Fleisch) ist die
Einbindung von Unterrichtsmaterial für die Schweinehaltung möglich.
2.Teil:
Das Berufliche Schulzentrum Wurzen
(Sachsen) wird bei diesem
Projekt, wie z.T. auf unseren Internetseiten dokumentiert (URL: http://www.bsz-wurzen.de) , den
Bereich der Tierhaltung (Rinderhaltung) sowie Laborwesen ausarbeiten. Hierfür wollen wir
Unterrichtsmaterialien in multimedialer Form zusammenstellen, die es dem Land- bzw.
Tierwirt ermöglichen, bereits in der Ausbildung mittels Computertechnik fachspezifische
Probleme zu lösen.
Erste Erfahrungen auf diesem Gebiet konnten wir mit unserem SAN-geförderten
Einstiegsprojekt zur Nutzung des DAINET in der
Agrarwirtschaftlichen Ausbildung und der "Wasseruntersuchungen
in Oberflächengewässern" am Beispiel der Mulde sammeln. Dieses Projekt läuft
seit über 2 Jahren und soll in das neue Projekt unter ökologischem Aspekt im Bereich
Laborwesen eingearbeitet werden.
Die in den sächsischen Lehrplänen festgeschriebenen Unterrichtsziele zur
Informationsbeschaffung bzw. zur Nutzung des PC's als Arbeitsmittel eines Land- bzw.
Tierwirtes lässt sich parallel auch auf die anderen Kooperationspartner des Projektes in
ähnlicher Form übertragen.
Hier einige Beispiele (gekürzt).
"Sie (die Schüler) sind in der Lage einfache Kalkulationsprogramme selbst zu
entwickeln, umzusetzen sowie praxistypische Kalkulationsprogramme zu nutzen".
oder
"Sie besitzen Kenntnisse über den Einsatz praxisbezogener Anwendersoftware und sind
in der Lage den PC als Arbeits- und Hilfsmittel einzusetzen".
Daran wird deutlich, dass eine effektive Realisierung dieser Lehrplanziele nur durch eine
länderübergreifende Projektarbeit möglich und sinnvoll ist.
Integration und Verbreitung:
Die gewonnenen Ergebnisse und Konzepte für den agrarwirtschaftlichen Unterricht sollen
über das Internet (eigene Homepage, klassische Informationsanbieter AID, DAINET, INFOFARM
u.a.) und CD-ROM auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden. Näheres siehe
Projektantrag der Berufsschule
Neumarkt.
Bisheriger Einsatz und Nutzen im Unterricht:
Ausgehend von unseren zweijährigen Erfahrungen mit dem Projekt zur Wasseruntersuchung und
der Möglichkeit aktuelle agrarwirtschaftliche Informationen aus dem DAINET oder der
INFOFARM in den Unterrichtsprozess einzubeziehen, war es uns möglich einen
abwechslungsreichen und handlungsorientoierten Unterricht durchzuführen. Neben dem
Kennenlernen der Internet-Dienste wurde im Unterricht durch die Schüler erkannt, dass die
zentral zusammengestellten Informationen für den Agrarbereich (AID, DAINET, INFOFARM
u.a.) sinnvoll und ,da sie aktuell sind, für den
Praktiker sehr wertvoll sind. So wurde mit Tierwirten nach verschiedenen Rinder- und
Schweinerassen oder mit Landwirten nach Bodenbearbeitungsgeräten und -techniken
recherchiert.
Auch der Einsatz der Rationsberechnung oder einfach das Abrufen aktueller Wetter- und
Pflanzenschutzdaten führte bei den Schülern zu einer höheren Leistungsbereitschaft und
Aktivität im Unterricht. Motiviert durch diese Recherchen, wurden selbst für eigene
Publikationen Ideen und Vorstellungen entwickelt (siehe Projekt Euterformen
und Euterfehler). Nicht nur im Rahmen des DV-Unterrichtes sondern auch des
Fachunterrichtes wurde die Möglichkeit der aktuellen Informationsbeschaffung genutzt. Mit
dem Intranet der Schule hat der Schüler ebenfalls die Möglichkeit Informationsrecherchen
durchzuführen (z.B. CD-ROM des BMELF).
Mit der Nutzung des Internet/Intranet steht somit den Schülern und auch Lehrerkollegen
ein Werkzeug für einen interessantere und motivierendere Unterrichtsgestaltung zur
Verfügung.
Technische Infrastruktur am BSZ Wurzen:
An unserer Schule stehen 2 DV-Räume mit 34 PC's (Pentium, K5) zur Verfügung. Jeder
Arbeitsplatz kann dabei sowohl offline als auch online recherchieren. Über das Intranet
(Novell 4.11) kann somit auch jede Lehrkraft den Schüler eigene Informationen zukommen
lassen. Zudem besitzt jeder Schüler während seiner Ausbildungszeit eine eigene
Mailadresse an unserer Schule, über die er kommunizieren kann.
Da viele Schüler keinen privaten Internetzugang haben (noch nicht!), besteht die
Möglichkeit der Informationsrecherche mit dem Internet zur Zeit nur am BSZ bzw. an
einigen Landwirtschaftsämtern. Dort wird jedoch das Angebot noch zu selten genutzt.
Sponsoren:
Für die Unterstützung des geplanten Projektes stehen Sponsoren aus Agrarbetrieben, dem
Bauernverband und dem Förderverein zur Verfügung. Die geforderten Sponsorengelder in
Höhe von 15.000 DM bereiten somit für den Projektverbund keine Schwierigkeiten.
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