InfoSCHUL - Zwischenbericht 2001/2002
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Berufliches Schulzentrum Wurzen

Projekttitel:

"Die InfoFARM als Plattform für Berufe im grünen Bereich
und dem Ernährungssektor"

Projektuntertitel:

„Multimediale Selbstlernmodule für Gärtner und Floristen"
Erprobung einer bundeslandübergreifenden Unterrichtskonzeption und -kooperation
sowie die Evaluation der Ergebnisse an beruflichen Schulen


Projektschwerpunkte:

Ausgehend von der Projektidee sollen durch den Einsatz von multimedialen Lerneinheiten für die Berufe Gärtner
und Florist neue Unterrichtskonzepte erprobt werden.
Durch den Einsatz von Selbstlernmodulen wollen wir untersuchen, wie sich die neuen Medien in Selbstlernphasen des Fachunterrichtes einsetzen und nutzen lassen.

Folgende Projektaktivitäten und Schwerpunkte standen im ersten Teilabschnitt der jetzigen Projektphase im Vordergrund:

 

Informationsrecherchen im Fachunterricht mit der InfoFARM

Für aktuelle Recherchen im Fachunterricht war es wichtig, einerseits eine fachliche Informationsplattform zu nutzen und andererseits auch eine zeitsparende und dennoch zielorientierte Recherche durchzuführen.
Mit der InfoFARM konnten wir uns neben der Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor allen Dingen auf die pädagogische Verwertbarkeit durch die Auszubildenden und Lehrer stützen.

Die Integration im Unterricht erfolgte auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Während die Auszubildenden des 1. Lehrjahres vordergründig die InfoFARM zum Kennenlernen der angebotenen Möglichkeiten nutzten, waren die 2. und 3. Lehrjahre zielgerichtet mit der fachlichen Informationsrecherche beschäftigt.
Dabei wurde neben den Projektseiten (www.projekt.infofarm.de) auch die neue Informationsplattform mit CMS  (www.infofarm.de/neu_test/index.php) "durchforstet".

Wichtigste Erkenntnis für Auszubildende und Fachlehrer war die Feststellung, dass eine "Grüne Bildungs- und Informationsplattform" nur dann Sinn macht, wenn ausreichend Inhalte bereitstehen, die auch zuverlässig und aktuell sind.

Von den Möglichkeiten, selbst Inhalte in das Portal einzustellen und dabei eigenständig und eigenverantwortlich zum Aufbau der InfoFARM beizutragen, waren viele Auszubildende begeistert.

Fazit:
Mit dieser Informations- und Bildungsplattform lassen sich viele
methodisch-didaktische Modelle unter Einbeziehung diverser Medien im Unterricht verwirklichen.

 

Erprobung von Selbstlernmodulen und deren Evaluation

Neue Unterrichtsformen durch multimediale Selbstlernmodule setzen sowohl an Auszubildende als auch
an die Lehrkräfte erhöhte Ansprüche.
Das Planen, Mitgestalten und Auswerten von Lerneinheiten wurde dabei häufig in Teamarbeit (3-4 Auszubildende bilden ein Team) durchgeführt.

Im Unterricht der Floristen kamen z.B. Blütenkalender zum Einsatz, die durch das jeweilige Team selbständig zu erarbeiten waren und dann jeweils den anderen Teams präsentiert wurden. Dabei wurden entsprechende positive Ansätze hervorgehoben sowie Mängel oder Ergänzungen herauskristallisiert und evaluiert.

Die themenbezogenen Lernmodule des Staatlichen Berufsbildungszentrums Regensburg fanden im Unterricht sehr guten Anklang. Einerseits lässt sich mit diesen Modulen eine andere Lernform organisieren und andererseits bieten die multimedialen Lerneinheiten gleichzeitig eine effektive Auswertung und Fehleranalyse.

Im Bereich Gartenbau wurde in den 3 Fachsparten zielgerichtet an den begonnenen virtuellen Lernmodulen weitergearbeitet. So konnten die Baumschüler ihren "Baumschulkatalog", die Gemüsebauer die "Krankheiten und Schädlinge" und die Obstbauer den "Obstsortenkatalog" ergänzen und überarbeiten.

 

weitere im Unterricht eingesetzte Lernmodule:

 

Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation der Projektergebnisse

Auf zahlreichen schulischen, regionalen und überregionalen Veranstaltungen konnten wir unser Projekt und die Projektergebnisse präsentieren.

Sowohl Elternversammlungen zu Beginn des Schuljahres als auch Lehrerkonferenzen wurden genutzt, um das Projekt einem breiten Publikum und dem Lehrerkollegium vorzustellen.

Höhepunkte der öffentlichen Präsentationen waren neben der agritechnica 2001 in Hannover (Europas größte Landtechnikmesse), die Internationale Grüne Woche 2002 in Berlin und die AgrarComputertage 2002 in Göttingen. Hier konnten wir als Aussteller! mittels eigenen Informationsständen bzw. auf Workshops zeigen, was sich seit einigen Jahren auf und mit der InfoFARM entwickelt hat.
Zudem hatte jeder Projektteilnehmer die Möglichkeit, mit Fachkollegen in Gespräch zu kommen und auch den eigenen Projektbeitrag vorzustellen.

Mit Hilfe der lokalen Presse (Leipziger Volkszeitung) war es uns möglich, Aufmerksamkeit auch in den Ausbildungsbetrieben und den öffentlichen Haushalten zu erzielen.

Sehr wichtig für den Erfahrungsaustausch waren für uns die Verbundtreffen des InfoFARM Teams sowie die InfoSCHUL Treffen.
Die Verbundtreffen in Regensburg, Berlin und Göttingen haben den Anwesenden gezeigt, wie sich eine gute Teamatmosphäre sehr positiv auf die gesamte Projektarbeit auswirken kann.
Hier gelang es, nicht nur die neuen Verbundpartner im Geist von
InfoSCHUL zu integrieren, sondern sich in konstruktiven Diskussionen auch einer partnerschaftlichen und verantwortungsbewussten Teamarbeit bewusst zu werden.
An den InfoSCHUL Erfahrungsaustauschtreffen in Leipzig und Hamburg nahmen mehrere neue Kollegen und Kolleginnen sowie Auszubildende teil, um sich einen Eindruck und Einblick in das "Gesamtwerk" InfoSCHUL zu verschaffen.
Einhellige Meinung der Beteiligten: InfoSCHUL ist eine sinnvolle und sich lohnende Maßnahme, um sich mit neuen Medien im Unterricht zu befassen.

Im Rahmen einer Fachexkursion nutzten wir die Möglichkeit zum Besuch der Bundesgartenschau in Potsdam mit Floristinnen aller Lehrjahre. Dabei stand die Datenerfassung (Bild- und Textbeschreibung) verschiedener Pflanzen für die Projektarbeit im Vordergrund.

Ein Workshop "Digitale Bildbearbeitung" in Merbitz (Sachsen-Anhalt) wurde durch 3 Kollegen genutzt, um sich Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Digitalfotografien und deren Bearbeitung anzueignen.

 

Hard- und Softwareergänzungen

Für die Projektarbeit und die Präsentation der Projektergebnisse wurden eine weiterer Laptop und ein Wireless Handtrack Laser angeschafft.

An Software wurde das SoftMaker Office 2001 "Schulen ans Netz" Paket getestet.

Zur Einrichtung der Allianz Laptops machte sich die Anschaffung von Norton Ghost und Partition Magic notwendig.

Die CD-ROM Reihe "Bildbearbeitung mit Photoshop" des Bayrischen Rundfunks ermöglichte uns eine individuelle und differenzierte Einarbeitung in Photoshop.

Mit den begonnenen Rubriken "Hard- und Softwaretipps" wollen wir einige interessante Anregungen für die Unterstützung der Projektarbeit geben.

 

Sponsoren und Projektpaten

Als Sponsoren für unser Projekt konnten wir die Firma "IBST Torgau-Welsau" (Hardware im Wert von 300,00 DM) sowie für die technische Projektbetreuung die Firma "Bürotechnik Großbothen" (Wert ca. 1000,00 DM gewinnen.
Die Firma Olympus sponserte uns eine Digitalkamera im Wert von 1.259,00 DM.
Durch die Allianz AG konnten wir im Rahmen der Initiative D21 eine Spende von 20 gebrauchten Notebooks in Empfang nehmen und für die Projektarbeit nutzen (Wert 6.000,00 DM).

 

Kostenplan

Planung/aktueller Stand vom 12.03.2002:

 

geplant Stand 12.03.2002
Recherchekosten

    500,00 DM

  100,00 DM
Anschaffungskosten für projekterforderliche CD-ROMs     700,00 DM   800,00 DM
Telekommunikations- und Providerkosten     500,00 DM   100,00 DM
spezifische Kommunikations-, Lehr- und Lernsoftware   3.500,00 DM 1.500,00 DM
Schulungskosten   1.500,00 DM 259,00 DM
Reisekosten   5.000,00 DM 4.983,00 DM
Spezifische Literatur      600,00 DM    345,00 DM
Projektspezifische Hard- und Software
(max. 5000 DM; in jedem Einzelfall mit PT abzustimmen)
  5.000,00 DM 5.000,00 DM
Öffentlichkeitsarbeit   2.700,00 DM     2415,00 DM

Summe
 

20.000,00 DM
(10.225,84 €)
 15.502,00 DM
(7.926,05 €)
 

 

Schlussgedanken

Die bereits seit InfoSCHUL 3 praktizierte themenbezogene Arbeitsteilung der einzelnen Projektteilnehmer, bezogen auf das Gesamtkonzept der InfoFARM, hat sich auch bei InfoSCHUL-II/2 bewährt.
Dennoch dürfen sich, aus unserer Sicht, die Projektaktivitäten hinsichtlich der konzeptionellen und inhaltlichen Gestaltung der "neuen" InfoFARM" nicht auf einige wenige Projektteilnehmer beschränken.
Hier sind sicherlich bei jedem Projektpartner Möglichkeiten zu suchen, um das neue Konzept der InfoFARM besser zu nutzen und zu evaluieren; trotz der bekannten kaum vorhandenen zeitlichen Reserven.
Wichtig ist der Einsatz im agrarwirtschaftlichen Unterricht, um dem Namen der Plattform auch gerecht zu werden - Informieren und Bilden.

Herauszuheben ist hier wieder einmal das gute Management und die Koordination der Projektarbeit im Gesamtverbund durch Herrn Walter Janka als Gesamtprojektleiter.
Gerade während des Aufbaues des ContentManagementSystemes (CMS) für die InfoFARM waren seine Erfahrungen, Ideen und Anregungen für uns als Projektpartner eine wertvolle Hilfe.
In diesem Zusammenhang seien ebenfalls u. a. Herr Drangmeister (Fachschule Herford) und Herr Pannecke (BbS Magdeburgerforth) genannt, die sehr wesentlich beim Aufbau der Grundstrukturen des CMS mithalfen.

Um der InfoFARM eine noch höhere fachliche und pädagogische Akzeptanz zu verschaffen ist eine Zusammenarbeit mit der ZADI und dem AID geplant.
Dies sollte Ansporn für alle Projektpartner sein, um die InfoFARM mit qualitativ hochwertigem Informations- und Bildungsmaterial zu "füttern"

 

Ansprechpartner

Andreas Müller, DiplomIngenieurpädagoge (INF, ET)
e-Mail: AMueller.Bahren@t-online.de

Wurzen, März 2002

 

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