Projekt
Euterformen - Melkbarkeit |
| Das
Euter ist eine umgewandelte Schweißdrüse, die kontinuierlich Milch
bildet. Für die Bildung von 1 Liter Milch müssen 300 - 500 Liter Blut durch das Euter
gepumpt werden (Kuh hat ca. 60 Liter Blut). |
| Eine Längsscheidewand aus
Bindegewebe teilt das Euter in eine linke und eine rechte Euterhälfte. Diese Scheidewand
ist zugleich das Aufhängeband des Euters. Jede Euterhälfte ist in zwei Viertel geteilt,
die jeweils über einen Milchausführungsgang - die Zitze verfügen. |
| Die Euterviertel bestehen aus dem
Drüsengewebe (Alveolen), den Milchkanälen und -gängen, der Milchzisterne und der Zitze.
Außerdem sorgen Fett- und bindegewebe für die Festigkeit des Euterkörpers. |
Wünschenswert ist eine Verteilung
von 60% Drüsengewebe und 40% Bindegewebe im Euter. Dadurch ist eine hohe
Milchbildung
des Organes gewährleistet und zugleich die nötige Stabilität der Gewebe und Gefäße
gegeben.
Besteht ein Euter fast ausschließlich aus Drüsengewebe, fällt es nach dem Melken
zusammen und wird weich und griffig. Bereits nach 2-3 Laktationen kann das Gewebe
erschlaffen und das Euter verändert seine Form. Im ungünstigsten Fall ist es für den
maschinellen Melkvorgang nicht mehr oder nur noch bedingt geeignet.
Ist jedoch ein sehr hoher Anteil Fett und Bindegewebe vorhanden, handelt es sich um ein
"Fleischeuter". Dieses weist eine geringe Milchleistung auf und ist auch nach
dem Melken fest. Es lässt sich nur schwer ausmelken. |
| Euterformen
und Einschätzung der Melkbarkeit |
Dass die Milchgewinnung unter
heutigen produktionstechnischen Bedingungen nicht mehr mit der Hand erfolgen kann, sondern
mit modernsten Melkeinrichtungen durchgeführt wird, ist selbstverständlich.
Da aber nicht für jede Kuh ein individuelles Melkzeug zur Verfügung steht, muss das
Euter einer Kuh bestimmte Formmerkmale erfüllen, damit das Tier in den automatisierten
Melkprozess integriert werden kann. |
Virtuelle Bildschau zu verschiedenen
Euterformen
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