Kälberdurchfall

Die größte Gefahr, die bei Kälberdurchfall für das Tier besteht, ist die Gefahr der Austrocknung und des Salzverlustes. Oft stirbt ein Kalb nicht an der Krankheit selbst, sondern am Flüssigkeitsmangel.

 

Man erkennt ein krankes Tier an den eingefallenen Augen, am struppigen Fell, an der warmen und trocken Nase, sowie am kotverklebten After. Das Kalb ist nicht mehr neugierig und liegt meist für sich allein in einer Ecke.

Für die Krankheit gibt es verschiedene Ursachen. Am häufigsten ist das mangelnde Hygiene an den Tränken. Außerdem kann es sein, dass die Milch zu kalt verabreicht wird. Angesäuerte oder unsaubere Milch ist eine weiterer Grund. Kälbern die erst einige Tage alt sind, dürfen auf keinen Fall zuviel getränkt werden. In der ersten Tagen sollte die Mahlzeiten auf 2 bis 3 Liter beschränkt sein. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ausreichend. Sind die Kälber bereits eine Woche und älter, können sie ca. 7 Liter pro Tag bekommen. Meistens bekommen sie in diesem Alter bereits die Milch vom Tränkautomaten. Dieser verteilt die Gesamtmenge dann in kleine Portionen, so dass ein Überfressen nicht möglich ist.


Quelle: Medizinische Tierklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München

Behandeln kann man die Kälber mit Leinsamen-Brei, mit Tee ( schwarzer Tee oder Kamillen Tee ) oder mit Medikamenten wie Lytafit. Diese Produkte werden dem Tier, dann anstelle der Milch verabreicht.

Ganz wichtig ist, dass man das Kalb nach der Genesung erst wieder langsam an die Milch gewöhnt. Bei einer zu ruckartigen Umstellung, würde das Problem mit dem Durchfall wieder von vorn losgehen.