Lungenwurmbefall |
Lungenwurmbefall ist eine Weideerkrankung die besonders Jungrinder betrifft, während ältere Tiere nach einer überstandenen Erkrankung eine gewisse Immunität entwickeln.
Die in der Lunge und den Bronchien lebenden Würmer führen je nach Befallsgrad zu schweren Lungenentzündungen, die durch bakterielle Zweitinfektionen verstärkt werden können. Bereits 2 Wochen nach der Infektion treten stoßweiser Husten mit beschleunigter Atmung und eingeschränkte Freßlust auf, die mit rascher Abmagerung und erheblichen Tierverlusten verlaufen kann.
Eier und Larven des Lungenwurmes werden zunächst aufgehustet, wieder abgeschluckt und gelangen mit dem Kot auf die Weide. Bei Temperaturen von über 5°C entwickeln sie sich in 5 15 Tagen zu infektionsfähigen Larven, wandern an den Weidepflanzen empor und werden wieder von den Rindern aufgenommen. Dadurch kann es im Laufe der Weideperiode zu einer zunehmenden Verseuchung der Weideflächen kommen.
Da die Larven des Lungenwurmes in feuchter Umgebung bis zu 8 Monate infektiös bleiben und auch überwintern können, sind Maßnahmen der Weidehygiene zur Verringerung des Befalls unerläßlich.
Folgende Maßnahmen können dazu beitragen:
Eine Diagnose wird aufgrund des Krankheitsbildes oder durch den Nachweis von Lungenwurmlarven im Kot gestellt. Zur Behandlung stehen dem Tierarzt wirksame Medikamente zur Verfügung. Wichtig ist es, schwer erkrankte Tiere aufzustallen und gegebenenfalls gegen bakterielle Zweitinfektionen zu behandeln. Eine leistungsgerechte und staubarme, somit die Atemwege nicht belastende Fütterung, ist erforderlich.