Maul - und Klauenseuche |
Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Erkrankung von Klauentieren (Rind, Schaf, Ziege, Schalenwild). Sie verursacht sehr grosse wirtschaftliche Verluste.
Die Erkrankung beginnt mit Fieber und Fressunlust. Speichelfluss ist das erste typische Krankheitsanzeichen bei MKS. Es kommt zu Blasenbildung an Zunge, Flotzmaul, Zitzen und Klauen. Nach 1 bis 2 Tagen platzen die Blasen auf, was für das Tier sehr schmerzhaft ist. Es entstehen Wundflächen die wieder heilen.

Quelle: Medizinische Tierklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München
Bei Komplikationen kommt es zum Ausschuhen ( Ablösen des Klauenhorns), zu eitrigen Entzündungen der Herz - und Skelettmuskulatur bis hin zum Tod.
Die Ansteckung erfolgt über verschiedene MKS - Viren. Die Übertragung des Erregers erfolgt meist durch unmittelbaren Kontakt mit erkrankten Tieren. Aber auch Zwischenträger, wie z.B. der Mensch, infizierte Futtermittel, Milch, Transportmittel und andere Tierarten , die nicht an MKS erkranken (z. B. Pferde, Hunde, Katzen, Ratten), spielen eine Rolle.
Bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen ca. 2-7 Tage.
In Deutschland herrscht momentan eine Seuchenfreiheit, doch beim Verdacht auf MKS werden strenge Maßnahmen durchgeführt. Die Bekämpfung erfolgt gemäß der Verordnung zum Schutz gegen MKS vom 01.02.1994 (letzte Änderung 27.03.1995). Dazu zählt auch die Schließung des betroffenen Betriebes.