Räude |
Die Räude ist eine Krankheit die starken Juckreiz und Haarausfall hervorruft. Hervorgerufen wird sie durch verschiedene Milbenarten. Es kommt zu starken Leistungseinbußen.
In letzter Zeit vermehrte Probleme in großen, einheimischen Beständen. Jedes dritte Betrieb hat große Probleme mit Rinderräude.
Es werden drei Räudearten unterschieden.
Chorioptes - Räude oder Schwanzräude |
wird durch Fraßmilben verursacht die sich von Hautschuppen ernähren
befinden sich überwiegend in Milchviehherden
die Schwanzwurzel wird bevorzugt befallen, sowie der Euterspiegel und die Innenseiten der Hinterschenkel
an den benannten Stellen kommt es zu Haarausfall und borkigen Stellen
gelegentliche Ausbreitung über den gesamten Tierkörper
Psoroptes- oder Rumpfräude |
verursacht durch Saugmilben, welche die Haut anstechen und sich von der Gewebeflüssigkeit ernähren
rasche Ausbreitung am Schulterbereich, Rücken, Hals und Rumpf
die Haut wird sehr stark gereizt und beginnt deshalb mit Abwehrreaktionen
Haare fallen aus, Hautveränderungen in Form von kleieartige, nässende und krustiger Beläge hinzu kommt ein typischer Räudegeruch

Quelle: Medizinische Tierklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München
Sakoptes- oder Kopfräude |
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durch Grasmilben ausgelöst, die tiefe Gänge in die Haut bohren um sich von Körperflüssigkeit und jungen Hautzellen zu ernähren
beginnt meistens am Kopf und breitet sich über den ganzen Körper aus
große, haarlose und borkige Hautveränderungen, typisch ist die sogenannte Elefantenhaut ( extreme Hautverdickung und Faltenbildung)
Die Übertragung der Räude erfolgt durch direkten Kontakt, zum Beispiel über die Stalleinrichtung ( Fressgitter, Kratzstellen)
Durch Laufställe mit hoher Tieranzahl leicht auf den gesamten Bestand zu übertragen
Vorbeugen kann man durch ausreichende Hygiene im Stall