Tuberkulose
(Tbc)

Tuberkulose ist eine Krankheit, die bei allen Haustieren, aber auch beim Menschen vorkommen kann. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Tuberkulose fast völlig ausgerottet.

Die Krankheit kann den Darm, die Gebärmutter, die Lunge und das Euter befallen und wird dementsprechend als Darm-Tbc, Gebärmutter-Tbc, Lungen-Tbc und Euter-Tbc bezeichnet.

Beim Befall des Darmes kommt es zu einem unheilbaren Durchfall. Bei der Gebärmutter-Tbc entstehen Fruchtbarkeitsstörungen. Symptome für den Befall der Lunge sind Husten, Abmagerungen und Atembeschwerden. Am Euter treten Verhärtungen der Drüsenmasse auf.

Die Ansteckung erfolgt durch Tuberkulose - Bakterien. Überträger können Säugetiere, Vögel und Menschen sein. Umgekehrt ist es aber ebenso möglich (Zoonose). Auch Rohmilch, Fleisch sowie die Stallluft können Ansteckungsquellen sein.

Der Krankheitsverlauf ist schleichend und langsam und endet unter starker Abmagerung schließlich tödlich.

Es besteht entsprechend dem Tierseuchengesetz Anzeigepflicht bereits bei Verdacht auf Tbc. Der Staat bemüht sich durch regelmäßige Tuberkulin-Proben tuberkulosefreie Bestände zu erhalten.

Die Bekämpfung erfolgt entsprechend der Verordnung zum Schutz gegen Tuberkulose des Rindes vom 13.03.1997. Infizierte Bestände sind demzufolge zu merzen.