Weidetetanie

Zu Beginn fallen Fressunlust, Gewichtsverlust und Milchrückgang auf. Bei Verschlechterung des Zustands kommen Unruhe, Krämpfe, Schreckhaftigkeit und Muskelzittern hinzu. Starke Speichelabsonderung, Zähneknirschen und Durchfall sind ebenfalls Anzeichen dieser Erkrankung. Eine typische Verhaltensweise erkrankter Tiere ist das Absondern von der Herde.

Ursache ist ein Magnesium - Mangel durch junges, eiweißreiches und Mg- armes Futter, was von den Tieren auf der Weide aufgenommen wird und damit ein Mg-Mangel im Blut. Dieser Magnesiummangel führt zu einer Unterversorgung des Nervengewebes und löst Störungen in der Erregungsleitung aus, die zu den bereits genannten Krankheitserscheinungen führen.

Besonders gefährdet sind dabei Weiden mit geringem Anteil Leguminosen und Kräutern und hohen Düngergaben.

Ein vermehrtes Auftreten der Weidetetanie wurde besonders bei extensiver Mutterkuh- oder Ammenkuhhaltung beobachtet.

Bei Magnesium-armer Fütterung kann das Krankheitsbild auch während längerer Transporte (Transporttetanie) oder im Stall auftreten (Stalltetanie).

Die Behandlung sollte durch den Tierarzt erfolgen.

Vorbeugen kann der Halter durch eine geeignete Übergangsfütterung. Die Tiere sollten zusätzlich etwa 2 Wochen vor dem Weideaustrieb und noch ca. 4-6 Wochen auf der Weide zusätzlich mit Mg-reichem Mineralfutter versorgt werden. Die Weide sollte verstärkt mit einer Magnesium –Düngung bearbeitet werden. Andere Nährstoffe dürfen nicht zu hoch eingesetzt werden, da sie die Mg-Aufnahme der Pflanze einschränken.